Vereinsversammlung von Holzenergie Schweiz in Schlieren

(Foto: Holzenergie Schweiz)
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Holzenergie Schweiz /

Anlässlich der diesjährigen Vereinsversammlung trafen sich die Mitglieder des Branchenverbands am 1. Juni 2017 im Belltree Tower in Schlieren. Passend zum Themenschwerpunkt «Holzenergie in der Wirtschaftlichen Landesversorgung» fand die halbtägige Veranstaltung auf dem historischen Areal des ehemaligen Gaswerks statt, wo Energie 360° heute ein modernes Holzpellet-Lager betreibt.

Bei strahlendem Sonnenschein begrüsste Präsident Konrad Imbrach die rund 50 angereisten Mitglieder und Gäste von Holzenergie Schweiz im Gasi-Museum auf dem ehemaligen Gasareal in Schlieren zur diesjähirgen Vereinsversammlung. Im Anschluss an den statutarischen Teil referierten Bafu-Sektionschef Alfred Kammerhofer und sein Stellvertreter Michael Husistein über die Bedeutung der Holzenergie in der Wirtschaftlichen Landesversorgung. Bevor die Gäste den Nachmittag beim Apéro ausklingen liessen, führte sie Peter Dietiker, Bereichsleiter Erneuerbare Energien bei Energie 360°, durch das 4500 Tonnen fassende Pelletlager.

Pflichtlager Wald

Die Schweiz deckt 80 Prozent ihres Energieverbrauchs durch Importe, allen voran in Form von Brenn- und Treibstoffen. Diese starke Auslandabhängigkeit macht unser Land extrem verletzlich. Am 1. Juni 2017 trat das revidierte Landesversorgungsgesetz LVG in Kraft, welches in Krisenzeiten und Mangellagen die Landesversorgung mit den wichtigsten Gütern und Dienstleistungen regelt. Zu diesem Zweck sind im Energiebereich für die meistbenötigten Energieträger (Autobenzin, Flugpetrol, Heizöl, etc.) Pflichtlager vorgesehen, welche die Bedarfsdeckung während einiger Monate sicherstellen soll.

Holzenergie, nach Erdöl und Erdgas die Nummer drei im hiesigen Wärmemarkt, braucht im Gegensatz zu den fossilen und nuklearen Energien keine teuren Pflichtlager, denn ihr «Pflichtlager» ist der Wald. Dieser hält auf einer Fläche von 12'600 km2 insgesamt 1'100'000'000 MWh mehr oder weniger sofort verfügbare Energie im Wert von rund 34 Milliarden Franken bereit. Zum Vergleich: In der Schweiz liegt der jährliche Energiebedarf für das Heizen bei etwa 100'000'000 MWh. Die Holzenergie könnte also in einer Krisensituation mit Mangellage entscheidend dazu beitragen, die wichtigsten Bedürfnisse nach Raumwärme vorübergehend zu decken.