Planertag 2017: Im Zeichen des Wandels

Das Kongresshaus in Zürich war auch dieses Jahr wieder gut besucht. (Foto: Peter Frommenwiler)
Das Kongresshaus in Zürich war auch dieses Jahr wieder gut besucht. (Foto: Peter Frommenwiler)
Das Kongresshaus in Zürich war auch dieses Jahr wieder gut besucht. (Foto: Peter Frommenwiler)
Das Kongresshaus in Zürich war auch dieses Jahr wieder gut besucht. (Foto: Peter Frommenwiler)
Simon Eberhard /

500 Vertreterinnen und Vertreter der Gebäudetechnik-Branche trafen sich am 23. Februar im Zürcher Kongresshaus zum 12. Haustech-Planertag. Die Digitalisierung in verschiedensten Aspekten war eines der übergreifenden Themen an dem von AZ Medien und Euroforum organisierten Anlass.

Schöne neue Welt oder Horrorvision? Während Optimisten in der digitalen Revolution das ultimative Heilmittel für beinahe alle Probleme der Menschheit sehen, warnen Pessimisten vor den Risiken, die damit einhergehen, und malen Weltuntergangsszenarien. Stephan Sigrist, Leiter des Think Thanks W.I.R.E., ging einen Mittelweg. Er nahm den technologischen Fortschritt als Ausgangslage, um zwei unterschiedliche Zukunftsmodelle zu skizzieren: ein «offizielles», in dem technologischer Fortschritt dem Menschen das Leben erleichtert, und ein «inoffizielles», in dem der Mensch von der Informationsfurt förmlich erschlagen wird.

Sigrist plädierte dafür, eine wünschbare Zukunft zu gestalten, in der der Nutzen für den Mensch im Vordergrund steht und differenziert mit der Technologie umgegangen wird. Zudem forderte er, Freiräume für Innovationen zu schaffen, eine digitale Kultur aufzubauen und die Menschen besser sensibilisieren. Dazu sei auch eine schnellere Reaktionsfähigkeit auf technologische Entwicklungen gefordert.

Digitalisierung erlaubt effizientere Gebäudeplanung

Sigrists Referat war der Schlusspunkt des Haustech-Planertages, der am 23. Februar 2017 im Zürcher Kongresshaus stattfand. Weitere Highlights im vielseitigen Programm waren die Vorträge von Suzanne Thoma, CEO BKW, Mathias Bölke, CEO Schneider Electric Schweiz und Präsident Swisscleantech, Peter Scherer, Bauen digital Schweiz, oder Oliver Stefani, Fraunhofer IAO.

Auch in der Baubranche ist die Digitalisierung derzeit ein wichtiges Thema, das in vielen Referaten am Planertag thematisiert wurde. Denn die neuen Technologien ermöglichen eine höhere Effizienz im Herstellungsprozess. Zentral ist dabei das Building Information Modeling (BIM), eine Arbeitsmethode, die dank eines virtuellen 3D-Modells eine effizientere Gebäudeplanung erlaubt und aufwändige Planungsprozesse überflüssig macht. Doch einfach eine neue digitale Technologie zu implementieren, reicht nicht aus – zuerst muss der Mensch lernen, mit den neuen Arbeitsprozessen umzugehen, wie mehrere Referenten nachdrücklich betonten.

Traditionsanlass in Gebäudetechnik-Branche

Der Haustech-Planertag wurde von AZ Medien in Zusammenarbeit mit der Firma Euroforum organisiert. 2006 gegründet, hat er sich zu einem der wichtigsten Anlässe in der Gebäudetechnik-Branche entwickelt und wurde dieses Jahr zum 12. Mal durchgeführt. Durch den Tag führte der bekannte Ex-SRF-Moderator Reto Brennwald («Arena», «Rundschau»).

Wie schon in den vergangenen Jahren war der Planertag auch dieses Jahr sehr gut besucht: Rund 500 Gäste fanden den Weg ins Kongresshaus. Dieses war zum vorläufig letzten Mal Schauplatz des Traditionsanlasses, denn es wird ab kommenden Sommer voraussichtlich bis 2020 umgebaut. Auch am Zürichsee hat also die Zukunft begonnen.

Einen ausführlichen Bericht zum Planertag 2017 lesen Sie in der Ausgabe 4/2017 des Haustech. Eine Bildergalerie wird in den nächsten Tagen aufgeschaltet.