«Mit unserem 3D-Modell die digitale Welt erobern»

Das junge Team der Archilogic AG. (Photo: Peter Frommenwiler)
Oskar E. Aeberli /

Seit dem 1. März 2014 entwickelt das Start-up-Unternehmen Archilogic AG eine Internetplattform für 3D-Modelle, welche die Darstellung und Planung von Immobilien­projekten nachhaltig vereinfachen soll. Die Plattform macht 3D-Modelle von Räumen direkt im Browser für jeden Benutzer zugänglich.

Es gibt zwei Wege, wie 3D-Inhalte ihren Weg ins Internet finden. Entweder bereits erstellte 3D-Modelle (BIM, Scan, etc.) werden hochgeladen oder Archilogic verwandelt einfache 2D-Grundrisse in semantische 3D-Modelle. Bei der Interpretation von Grundrissen werden auch zusätzliche Informationen von Fotografien oder Skizzen berücksichtigt.

 «Unser primäres Ziel ist es, mit der von Archilogic entwickelten Plattform die Kommunikation in der Architektur neu zu erfinden und zu definieren. Das längerfristige Ziel besteht darin, das sich webbasierte 3D-Modelle zu einem globalen Standard entwickeln», blickt Mitgründer Tomas Polach der Zeit voraus. Und was für eine Lösung wird entwickelt? «Wir vom Gründerquartett entwickeln innovative Lösungen für die Kommunikation von Räumen. Unsere 3D-Plattform macht Räume auch räumlich erlebbar», erläutert Polach. Bewohner von Bauobjekten können mit Archilogic in einem vom Architekten festgelegten Rahmen direkt Vorschläge einbringen, Räume und Materialien editieren und sich damit am Planungsprozess beteiligen. Gibt es aber heute nicht schon diverse 3D-Programme im Architekturbereich? «Wir entwickeln keine neue Architektursoftware, sondern eine Internetplattform, auf der Architektur und Design dreidimensional dargestellt, bearbeitet und geteilt werden kann. Und dies direkt im Browser», schildert der mit entwickelnde Architekt die Vorteile der Plattformnutzung.

Was hat die vier Gründer zur Entwicklung einer Internetplattform animiert? «Wir sind eine Gruppe von vier ETH-Architekten mit unterschiedlichen Ausbildungs-Richtungen. Nach dem Abschluss unseres Studiums führten wir zuerst gemeinsam erfolgreich ein Architekturbüro. Dabei haben wir in der Praxis jedoch festgestellt, dass die Kommunikation zwischen den Architekten und Bauherren aufgrund unterschiedlicher Kenntnisse und Wissensstand zu Leerläufen führt und ziemlich ineffizient ist. Das hat uns motiviert, eine innovative Kommunikationsplattform zu entwickeln», schildert Polach das Vorgehen.

Unterschiedlicher Zugang

Wie gelangt der einzelne Internet-User auf die 3D-Plattform von Archilogic? «Je nach Benutzungsgrad der Plattform gibt es verschiedene  Zugangsarten. Betrachten und dabei zum Beispiel Möbel im Raum verschieben kann prinzipiell jedermann. Einen speziellen Zugang gibt es insbesondere für Architekten und Fachplaner, welche auch die Fenster und Türen verschieben, oder sogar die Architektur auf der Plattform ändern können. Wiederum einen andern Zugang gibt es zum Beispiel für Industriedesigner. Alle diese User benötigen einen spezifischen  Zugangscode und müssen für die erweiterte Nutzung der Plattform zudem eine Nutzungsgebühr bezahlen.»

Der vollständige Artikel ist in der Haustech-Ausgabe 1-2/2016 erschienen.