Erneuerbares fördern, Bewährtes optimieren

Das Knüpfen wertvoller, neuer Kontakte und der Austausch mit Fachkollegen stehen im Vordergrund. (Foto: Mobil in Time)
V.l.n.r.: Fabio Doriguzzi, Mobil in Time; Andreas Keel, Holzenergie Schweiz; Beat Gasser, Erdöl-Vereinigung; Peter Wick, MeteoNews, Marcel Ginter, Mobil in Time. (Foto: Mobil in Time)
Drei Referenten berichteten über die Nutzung erneuerbarer Energien, die Optimierung bewährter Energieträger und das Wetter. (Foto: Mobil in Time)
Mobil in Time/red. /

«Energiezukunft leben», so lautete das Thema des sechsten HLK-Kompetenz-Brunchs, zu welchem Mobil in Time am 31. Mai frühmorgens in Diessenhofen eingeladen hatte. Dass das Thema brandaktuell ist, bestätigte das Ja zum neuen Energiegesetz. Wie man nun die Energiezukunft leben kann, darüber referierten drei Experten aus verschiedenen Perspektiven.

Marcel Ginter und Fabio Doriguzzi, Geschäftsführer und Inhaber von Mobil in Time, begrüssten am 31. Mai 38 Brunchteilnehmer zur sechsten Ausgabe des HLK-Kompetenz-Brunchs im Kompetenzzentrum für mobile Energie in Diessenhofen. Mit dem Thema «Energiezukunft – Erneuerbares fördern, Bewährtes optimieren» wählte Mobil in Time ein Gebiet, welches sehr nahe am Tagesgeschäft liegt. So bietet der führende Schweizer Vermietungsspezialist mobile Energielösungen an, die mit Heizöl und Holz-Pellets betrieben werden. Wie man eine umweltfreundliche Energiezukunft leben kann, darüber referierten drei Experten, welche das Thema von unterschiedlichen Seiten her beleuchteten.

Effizientere Ölheizungen

Beat Gasser, Leiter Wärmetechnik, Erdöl-Vereinigung, präsentierte in seinem Referat die Bestrebungen, die zum effizienteren, fortlaufend optimierten und damit umwelt- und klimafreundlichen Einsatz von Heizöl führen. Die beiden treibenden Kräfte hinter diesem Prozess sind der technologische Fortschritt und der Markt. Über die letzten 50 Jahre hinweg wurde die Nutzung von Heizöl und die Technologie von Ölheizungen stark weiterentwickelt. Verglichen mit ihren Vorgängen aus den 60er-Jahren verbrauchen moderne Ölheizungen deshalb bis zu 30 Prozent weniger Öl und verursachen deutliche weniger CO2-Emissionen. Gleichzeitig wurde die Qualität des Heizöls verbessert, in welchem heute kaum noch Methan, Schwefel und Feinstaub enthalten sind. Heizöl ist ein zuverlässiger Energieträger, da er schnell und einfach einsetzbar ist. Zudem lässt es sich einfach mit anderen Technologien wie Photovoltaik, Wärmepumpenboiler oder Luft-Wasser-Wärmepumpen kombinieren.

Holzverbrauch gestiegen

Andreas Keel, Geschäftsführer Holzenergie Schweiz, referierte über die neusten Trends, Technologien, Einsatzmöglichkeiten und Stärken der Holzenergie. Der Verband fördert seit 35 Jahren die sinnvolle, umweltgerechte und effiziente energetische Verwendung von Holz. Der CO2-neutrale Brennstoff Holz bietet ein breites Anwendungsspektrum, in Form von Stückholz, Briketts, Pellets und Schnitzel, in handbeschickten oder automatischen Holzheizungen. Der Holzverbrauch in der Schweiz ist in den letzten 25 Jahren von 2.4 Mio. m3 auf 4.9 Mio. m3 pro Jahr gestiegen. Dies unter anderem auch wegen des Aufkommens von Pelletheizungen. Zusätzlich zur aktuellen Energieholznutzung ist sogar ein zusätzliches Potenzial von 2.7 Mio. m3 pro Jahr verfügbar, wenn Waldholz, Landschaftsholz, Restholz aus der Holzverarbeitung und Altholz ebenfalls zur Energieerzeugung genutzt würden. Der Einsatz der Holzenergie spart jährlich 3 Mio. Tonnen CO2, weshalb Holz ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Klimapolitik ist.

Punktgenaue Wettervorhersage

Peter Wick, CEO, MeteoNews, präsentierte seine persönliche Vision der Gebäudetechnik der Zukunft. Heute werden Häuser modernisiert, mit dem Ziel, weniger Energie zu verschwenden. Heute schon gibt es intelligente Heizsysteme, welche mit dem Internet verbunden sind und auf aktuelle und zukünftige Wetterdaten zurückgreifen. Damit helfen sie, den Energieverbrauch zu senken. Da die heutigen Wettermodelle extrem hoch aufgelöst sind, lässt sich das Wetter punktgenau vorhersagen. Zukünftig könnten sogar einzelne Zimmer mit Sensoren ausgerüstet sein. Ein südlich ausgerichtetes oder windgeschütztes Zimmer braucht weniger Heizwärme. Mit einer intelligenten Steuerung könnte dieses Zimmer automatisch klimatisiert werden – unter Einbezug der Wetterdaten aus dem Internet und den Sensoren im Zimmer.