HT 7/2018

«Die Branche muss 
zusammenrücken»

Elmar Fischer an der SWKI-GV 2018. (Foto: André Albrecht)
Simon Eberhard /

War der SWKI früher auf den Bereich HLK fokussiert, so positioniert er sich heute als Netzwerk für die gesamte Energie-, Umwelt- und Gebäudetechnik. Dies soll auch ein neuer Verbandsauftritt repräsentieren. Haustech unterhielt sich mit Präsident Elmar Fischer über die Hintergründe.

Haustech: Herr Fischer, an der SWKI-Generalversammlung 2018 haben Sie in Aussicht gestellt, künftig mit dem neuen Label «SWKI – diePlaner» aufzutreten. Wie ist dieses entstanden?

Elmar Fischer: Die Erkenntnis, dass die vor vielen Jahren vollzogene Öffnung des Vereins von der Branche und Mitgliedern nie so gelesen wurde, hat uns angespornt, Veränderungen einzuleiten. Die Gebäudetechnik ist integral und interdisziplinär zu betrachten. Diese Haltung muss stärker transportiert werden können, und dies ist nur über ein neues Label «diePlaner» möglich. Damit kann die gesamte Energie, Umwelt und Gebäudetechnik transportiert und kommuniziert werden.

Der neue Auftritt wird an der Generalversammlung 2019 vorgestellt. Was wird sich ausser dem Label sonst noch verändern?

Es ist ein junger, frischer Auftritt. Wir möchten insbesondere auch die jungen Fachleute ansprechen und haben einen grossen Wert auf die Einbindung der sozialen Medien gelegt. Alles wurde vereinfacht und entschlackt. Das neue Bild entspricht dem heutigen Verein.

Das neue Logo soll auch die Öffnung des Verbands repräsentieren, da der historische Fokus auf HLK nicht mehr zeitgemäss sei. Welche Berufsgruppen sollen künftig verstärkt angesprochen werden?

Wir möchten die bestehenden Werte nicht schwächen, sondern denjenigen Bereich stärken, der bisher in der Branche zu wenig erkannt wurde oder mit dem Verein in Verbindung gebracht wurde.  «SWKI – diePlaner» steht für die gesamte Energie, Umwelt und Gebäudetechnik. Und mit der vorbereiteten Integration des SIA FGE, der ein gleich gelagerter Verein ist, werden wir insbesondere die Energie- und Umweltbranche stärken.

Wie will sich der SWKI künftig innerhalb der Schweizer Verbandslandschaft im Bereich Gebäudetechnik positionieren?

Die Stärkung des Vereins in der Branche ermöglicht uns, insbesondere im Bereich der Netzwerktätigkeit noch stärker auftreten zu können. Der Claim «Netzwerk für Energie, Umwelt und Gebäudetechnik» wurde bewusst dafür gewählt. Es werden künftig über den SWKI Events organisiert, die Studenten, junge und ältere Fachleute aus der Branche zusammenbringen. Bereits heute haben wir Arbeitsgruppen und erarbeiten Richtlinien im Bereich der Gebäudeautomation, Elektroanlagen, Sanitäranlagen sowie in Umwelt- und Energiethemen. Diese Tatsache wollen wir mit dem Neuauftritt noch deutlicher als bisher zum Ausdruck bringen.

Wie arbeitet der SWKI mit den anderen Verbänden zusammen?

Der SWKI sucht den Kontakt zu anderen Vereinen, um stärker zusammenarbeiten zu können. Nur wenn die Branche zusammenrückt, können wir die richtigen Dinge bewegen. Wir haben einen regen Austausch mit nahestehenden Vereinen, aber auch weiter entfernten.

Die Digitalisierung hat auch die Gebäudetechnikbranche längst erfasst. Wie wirkt sich dies auf die Verbandsarbeit im SWKI aus?

Die Digitalisierung bewegt die ganze Baubranche und damit auch unseren Verband. Es stellt sich insbesondere die Frage, wie künftig die Informationen aus den Richtlinien direkt ohne Zwischenschritt digital in die Modellbearbeitung integriert werden können. Welche Grundlagen benötigt die Branche, um die Informationen bereitstellen zu können und das BIM – Building Information Model – auch wirklich leben zu können? Unser Verein kann in diesem Bereich mit dem Fachwissen unserer Mitglieder und Arbeitsgruppen einen grossen Beitrag leisten.